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Freitag, 5. Januar 2018

Torsten Jansson zu Hintergründen des Endes vieler Glaswerke im Glasreich


Der Vorstandsvorsitzende der New Wave Group AB Herr Torsten Jansson beantwortete in einem heute in der Zeitung Barometern ab S. 10 ff. veröffentlichtem Interview interessante Hintergründe, warum sein Unternehmen ab 2005 beginnend so viel Glaswerke im nun ehemaligen schwedischen Glasreich schloss. 

Die New Wave Group AB investierte mit Übernahme der Orrefors Kosta Boda AB ab 2005 gesamt 500 Millionen schwedische Kronen, um eine Wende herbei zu führen. Die Zeitung schreibt wörtlich auf Seite 11: "På fem år hade han pumpat in över 500 miljoner kronor i glasbruken utan att vändingen kom."  Das ist eine Menge Geld! Über den Daumen sind dies irgend etwa zwischen 40 und 50 Mio. Euro. Dieses Geld nahm die New Wave Group AB aus Einnahmen anderer Geschäftsfelder. Dass man so etwas nicht auf Dauer tun kann, ist selbst erklärend. 

In meinem Ende 2017 erschienen Buch "Geschichten aus dem schwedischen Glasreich" finden Sie weitere Hintergrundinformationen. Mich beruhigt regelrecht, dass ich beim Schreiben dieses Buches in etwa gleichen Gedanken hatte. Es basiert auf Notizen die ich 2012 begann, als der Anfang vom Ende seinen Lauf nahm.


Auf den Punkt gebracht lautet die schnöde Botschaft: Es ist egal, wer 2005 die OKB übernahm. Der Karren stand schon bei Übernahme zu dicht vor der Wand. Niemand wäre in in dieser Lage in der Lage gewesen, ihn davon wieder weg zu bekommen. Wie es bei jedem Flug immer einen Point of no return gibt, so gab es diesen auch hier. Die Amerikaner sagen nicht grundlos: "Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, dann steige ab." Das mittlerweile auch im Winter sehr gut besuchte Kosta gibt Torsten, wie er hier einfach genannt wird Recht. 

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