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Mittwoch, 27. Juni 2018

Warum gibt es in Schweden soviel rote Häuser?

Jeder kennt sie, die schicken roten Häuser in Schweden. Sie sind von Trelleborg im Süden bis ganz hinauf nach Karesuando an der finnischen Grenze zu finden, wie dieses Bild zeigt. Es entstand vor einigen Jahren zur Zeit der Mitternachtssonne in Karesuando, dem Dorf wo die Messerschmiede Karesuando Kniven ihren Sitz hat.

 

Wenig bekannt dagegen ist wie, wann und warum die rote Farbe ihren Siegeszug im hohen Norden antrat. Der Legende folgend begann alles bereits zur Zeit der alten Wikinger. Der Ziegenbock Kåre kam zur Zeit unserer Ahnen in der Dalarna eines Tages von der Weide und hatte rote Hörner. Kåre gehörte Bauern, die in Torsång wohnten. Falun wie die dortigen Kupfergruben gab es damals noch nicht. Die Bauern Tuna und Torång wunderten sich und folgtem am nächsten Tag Kåre auf dem Weg auf die Weide. Kåre führte die beiden Bauern geradewegs an an den Rand eines Moores, in dem sich roter Schlamm befand. Schnell war die Erklärung für die roten Hörner gefunden. Kåre grub mehr oder weniger beim abweiden der Sumpflanzen mit seinen Hörnern diesen roten Schlamm um. Dies war der Sage nach die Geburt der roten Farbe, die auch als Falun Rot bekannt ist. 


Einige hundert Jahre später war es Schwedens König Johan III. welcher 1573 die Order erteilte, das Schlossdach mit diesem roten Schlamm zu streichen. War es doch schon zu dieser Zeit eine Binsenweisheit, dass genau dieser rote Schlamm sehr konservierend wirkt und das mit ihm gestrichene Holz schützt. In dieser Zeit begann der Siegeszug der roten Farbe, der bis heute anhält.  Er erklärt sich daraus, dass ein einmal mit echtem Falu Röd gestrichenes Holz quasi unendlich lange haltbar ist. Landauf landab sind hier in Schweden schicke rote Häuser zu finden, die schon 300 Jahre und älter sind. Einige davon stehen bei uns in Orrefors. 

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